Gut ein Jahrhundert lang waren die 1880 in den USA patentierten Glühlampen („Glühbirnen“) mit Kohle- oder Metallfaden das Maß aller Dinge für elektrisch erzeugtes Licht. Deren innovative Helligkeit sowie die warme Lichtfarbe beschleunigten damals die globale Elektrifizierung. Ihre aktuellste Variante, die Halogenlampen, wird aber seit etwa 2010 in Europa zunehmend durch warmweiße LED-Leuchtmittel ersetzt. Warum das so ist, erfahren Sie hier.
LEDs sind extrem energieeffizient und langlebig. Ihre Nutz- und Lebensdauer beträgt je nach Bauweise und Modell mehr als 50.000 Stunden.
Für den Wechsel zu LED-Leuchtmitteln sprechen mehrere gute Gründe: Die optisch an die gewohnten „Glühbirnen“ erinnernden LED-Leuchtfadenlampen haben eine beachtliche Lichtausbeute von 100 bis 150 Lumen pro Watt. Daher werden sie in die höchsten Energieeffizienzklassen A+ oder A++ eingestuft. LEDs verbrauchen deutlich weniger Energie als andere Halogenlampen und Leuchtstoffröhren. Aufgrund ihres minimalen Energieverbrauchs geben sie weniger Wärme ab, was sie zur perfekten Wahl in Gebäuden macht, die sich schnell aufheizen. Weniger Wärmeproduktion bedeutet zudem weniger Bedarf an Klimaanlagen und Kühlsystemen. Das Fehlen von giftigem Quecksilber mindert schädliche Abfälle bei der Entsorgung, die lange Lebensdauer spart Verpackungen sowie Transport. LEDs erfordern zudem keine nennenswerte Wartung und Reparaturen, dank über Jahre gleichbleibender Lichtqualität flackern sie nicht. Mit zeitgemäßen LED-Leuchtmitteln haben Sie zudem mehr Optionen, Lichtfarben und Farbtemperaturen individuell zu gestalten. Übrigens: LED-Leuchtmittel sind heute auch mit Stiftsockel und Lampenfassungen aus Kunststoff erhältlich.
Da LED-Leuchtmittel in viel mehr Farbtemperaturen erhältlich sind als noch vor wenigen Jahren, sind sie im Arbeitsbereich und im Wohnbereich gleichermaßen einsetzbar. Die Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin (K) gemessen. Niedrige Werte zwischen 2.200 und 3.500 stehen für warmes Licht, wie es in den meisten Wohn- und Schlafzimmern bevorzugt wird. Für Büros und Werkstätten dürfen es dagegen durchaus 4.000 Kelvin und mehr sein. Dort soll kaltweiße Beleuchtung für möglichst gute Sicht sorgen. Im Gegensatz zur Farb- oder Lichttemperatur wird die Helligkeit von LED-Leuchtmitteln in Lumen (l) gemessen. Für die stimmungsvolle Beleuchtung bestimmter Wohnbereiche werden oft Decken- oder Standleuchten mit mehreren LED-Spots ausgewählt, die punktgenau ausgerichtet werden. Eine solcher „Scheinwerfer“ ist auch für Produkt- und Warenpräsentationen im gewerblichen Umfeld sowie Events und Veranstaltungen im professionellen Unterhaltungsbereich interessant. Möchten Sie Ihre Wohnung individuell ausleuchten oder wollen Sie ein professionelles Lichtkonzept realisieren? Kontaktieren Sie gerne einen unserer Fachbetriebe für ein Beratungsgespräch.
Während eine 60-Watt-Glühlampe mit durchschnittlich 1.100 Stunden Brenndauer pro Jahr Stromkosten von 19 Euro verursacht und nach dieser Zeit häufig ersetzt werden muss, fallen bei einer LED-Lampe nur um die 2,60 Euro an. Somit rentieren sich die im Schnitt höheren Anschaffungskosten für LEDs recht schnell, da sie eine vielfach längere Lebensdauer aufweisen. Ihre immense Energieeinsparung verdanken LED-Leuchtmittel übrigens den integrierten Dioden, die das Licht fast ohne Wärmeverlust erzeugen. Wissenschaftlich überwachte Langzeittests und Studien haben inzwischen auch gezeigt, dass die LED-Leuchtmittel der aktuellen Generation nicht mehr wie früher langsam nachlassen. Vielmehr geben sie noch nach Jahren die ursprünglichen Lichtfarben konstant wieder.
Gegenüber Leuchtstofflampen weisen moderne LED-Leuchtmittel folgende Vorteile auf: