WLAN im Verteilerschrank installieren

So steigern Sie die Übertragungsqualität in Ihrem Gebäude

Immer mehr Haushalte bündeln ihre Haustechnik, von der Stromverteilung bis zum Smart Home, in einem einzigen Schrank. Das ist praktisch, hatte aber lange einen Haken: Ein Stahlschrank schwächt das WLAN-Signal. Die Folge sind oft schlechter Empfang und instabile Verbindungen.

Das ist heute deutlich besser lösbar. Moderne Verteilerschränke gibt es mit speziellen Türen, die das WLAN-Signal kaum beeinträchtigen. Sie erfüllen die Brandschutzanforderungen und sorgen gleichzeitig für besseren Empfang in Ihrem Zuhause.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stahltüren blockieren WLAN-Signale. Metallgehäuse sind häufig die Hauptursache für Signalverluste im Verteilerschrank.
  • Neue Schranktüren verbessern den Empfang. Spezielle Materialien lassen Funksignale besser durch, ohne den Brandschutz zu gefährden.
  • Die passende Lösung hängt vom Einzelfall ab. Schrankmodell, Hersteller und Gebäudestruktur entscheiden, welche Maßnahme für Sie sinnvoll ist.
Dieses Bild zeigt einen Handwerker, der vor einem geöffneten Kabelschrank steht und an den Kabeln arbeitet.

Weniger Beeinträchtigung durch neue Türen

Sie kennen das Problem vielleicht: Der Router sitzt im Verteilerschrank – aber das WLAN-Signal kommt kaum durch. Der Grund ist meist simpel: Unter anderem aus Brandschutzgründen sind die Schränke samt Tür normalerweise aus Stahl. Dies hat in der Vergangenheit die WLAN-Signalstärke im Verteilerschrank beeinträchtigt, ebenso das WLAN im Zählerschrank (sofern Sie noch einen separaten Zählerschrank nutzen).

Seit einiger Zeit bieten aber einige Hersteller Schränke mit neu entwickelten Verteilertüren an. Diese zeichnen sich durch eine verminderte Abschirmung aus. Folge: Die Qualität der WLAN-Übertragung aus dem Verteilerschrank verbessert sich für Sie spürbar. Einige Türen bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder speziellen Verbundwerkstoffen, die die Signalstärke deutlich weniger beeinträchtigen als Stahl. So lässt sich die WLAN-Qualität in Ihrem Verteiler- oder Zählerschrank spürbar verbessern.

Gesamte Technik inklusive WLAN in einem Verteilerschrank

Immer mehr Bauherren und Modernisierer bündeln Stromverteilung, Smart Home und Netzwerk zentral im Verteilerschrank. Das ist übersichtlich und spart Platz. Wichtig für Sie: Zählerschränke „verschwinden“ nicht per Gesetz. Was sich ändert, ist die Messtechnik. 

Durch die Smart Meter Pflicht  werden die intelligenten Stromzähler schrittweise ausgerollt, je nach Vorgaben und Zeitpunkt. Planung und Ausführung hängen dabei immer auch vom Netzbetreiber und vom Messstellenbetreiber ab. Beim WLAN gilt: Ein Stahlschrank kann Funksignale deutlich dämpfen. 

Türen aus funkfreundlicheren Materialien können helfen, eine Garantie für „perfektes WLAN“ ist das aber nicht. Oft ist für Sie die beste Lösung, den Schrank per LAN anzubinden und das WLAN über einen Access Point außerhalb des Schranks bereitzustellen.

Das bedeutet die Technikzentrale im Verteilerschrank für Sie

Die Tabelle zeigt Ihnen, welche Punkte Sie gemeinsam mit Ihrem Fachbetrieb klären sollten, damit Smart Meter, Netzwerk und WLAN später zuverlässig funktionieren.

VarianteAnwendungVorteileWorauf Sie achten sollten
Kompakter Feldverteiler (Unterputz)Wohnung, EFH, kleine ModernisierungPlatzsparend, optisch sauberWLAN im Schrank oft schwächer; besser LAN vorsehen und Access Point außerhalb platzieren
Feldverteiler (Aufputz)Keller, Hauswirtschaftsraum, Gewerbe-NebenräumeEinfacher nachrüstbar, gut zugänglichStandort entscheidet über WLAN; Metallgehäuse kann abschirmen
Bestückter VerteilerschrankNeubau, standardisierte AnforderungenSchnellere Montage, weniger PlanungsaufwandPrüfen, ob Komponenten zu TAB/Netzbetreiber passen; WLAN-Konzept separat planen
Leerschrank + individuelle BestückungAnspruchsvolle Projekte, Smart-Home-lastigMaximale Flexibilität, saubere StrukturPlanung muss sauber sein (Reserve, Patchfeld, PoE, Wärme, EMV)
Verteilerschrank mit funkoptimierter TürWenn Router/Technik im Schrank sitzen sollWeniger Abschirmung möglich, bessere Funkbedingungen als StahlKeine Garantie für „perfektes WLAN“; real messen, ggf. externe Access Points nutzen
    

 

Wichtige Fragen und Antworten zum Thema WLAN im Verteilerschrank

Warum WLAN im Verteilerschrank?

Ein WLAN im Verteilerschrank sorgt für eine zentrale und ordentliche Netzwerkverteilung in Ihrem Zuhause. So erhalten alle Räume eine stabile Verbindung. Zudem sind Router und Netzwerkgeräte geschützt und ordentlich verstaut.

Wie installiert man WLAN im Verteilerschrank?

Der Router wird im Verteilerschrank platziert und mit dem Internetanschluss verbunden. Zusätzlich können Netzwerk-Switches, Repeater oder Access Points integriert werden, um die Verbindung im ganzen Haus zu optimieren. Eine professionelle Installation durch einen Fachmann kann die Leistung zusätzlich verbessern.

Welche Vorteile bietet WLAN im Verteilerschrank?

Ein zentraler Standort für Ihr WLAN in einem Verteilerschrank ermöglicht eine bessere Signalverteilung im gesamten Haus. Zudem verhindert dies den Kabelsalat und schützt die Netzwerkgeräte. Dies führt zu einem zuverlässigen und ordentlichen Heimnetzwerk.

Wie verbessere ich die WLAN-Reichweite im ganzen Haus?

Durch die Platzierung des Routers im Verteilerschrank und die Nutzung von Repeatern oder Access Points wird die WLAN-Reichweite effektiv verbessert. Auch die Verwendung von Netzwerk-Switches kann helfen, entfernte Räume zu versorgen. Ein Fachbetrieb kann Ihnen bei der Auswahl und Einrichtung der Geräte helfen.

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