Solar nicht nur auf dem Dach

Diese interessanten Alternativen zur PV-Anlage gibt es

Solaranlagen gehören aufs Dach – das war lange Zeit die gängige Vorstellung. Doch die moderne Solartechnik kann heute weitaus mehr und eröffnet Ihnen faszinierende Möglichkeiten, auch wenn Ihr Dach für eine klassische Anlage nicht infrage kommt. So machen Sie sich unabhängig von steigenden Energiepreisen, versorgen Ihre Wärmepumpe oder Wallbox mit eigenem, sauberem Strom und steigern nachhaltig den Wert Ihrer Immobilie.

Das Wichtigste in Kürze

1. Klassische Solaranlagen gehören aufs Dach, doch moderne Technik nutzt auch Fassaden, Zäune und Carports.

2. Alternative Solarlösungen machen Sie auch dann von Strompreisen unabhängiger, wenn Ihr Dach nicht für eine Anlage geeignet ist.

3. Eine intelligente Steuerung lenkt Ihren Solarstrom gezielt zu Wärmepumpe oder Wallbox und maximiert so Ihre Ersparnis.

 

Das Bild zeigt eine Photovoltaikfassade an einer Fassade in der Farbe Rot.

Die Vielfalt der Solartechnik: Innovative Alternativen im Überblick

Intelligente Solarlösungen lassen sich flexibel in Ihr Eigentum integrieren und zeichnen sich durch hohe Effizienz und Langlebigkeit aus. Sie eröffnen völlig neue Wege für die private Energiegewinnung.

Hier sind die wichtigsten Anwendungsfelder abseits des Daches:

  • Die Solarfassade: Verwandeln Sie die Außenwände Ihres Hauses in ein aktives Kraftwerk. Spezielle Solarmodule werden dabei direkt in die Fassade integriert und sind optisch kaum von modernen Verkleidungen zu unterscheiden.
  • Der Solarzaun: Nutzen Sie Ihre Grundstücksgrenze zur Stromerzeugung. Solarzäune bestehen aus beidseitig aktiven Modulen, die sowohl direktes als auch reflektiertes Sonnenlicht einfangen und so die Energieausbeute maximieren.
  • Solar-Carports und Terrassenüberdachungen: Diese praktischen Konstruktionen spenden nicht nur Schatten, sondern produzieren gleichzeitig sauberen Strom – ideal, um ein E-Auto zu laden oder den Haushalt zu versorgen.
  • Balkonkraftwerke: Auch für Eigentumswohnungen mit Balkon gibt es eine einfache Lösung. Kompakte Module werden am Geländer befestigt und speisen den Strom direkt in die eigene Steckdose ein, um die Grundlast zu decken.

Intelligente Steuerung für maximale Effizienz

Um den selbst erzeugten Solarstrom optimal zu nutzen, ist eine intelligente Steuerung entscheidend. Hier gibt es zwei gängige Ansätze:

  • Steuerung über ein HEMS: Ein Home Energy Management System (HEMS) agiert als die intelligente Schaltzentrale Ihres Hauses. Es misst die Stromerzeugung Ihrer Solaranlage und den aktuellen Verbrauch. So kann es den Solarstrom gezielt dorthin leiten, wo er gebraucht wird – sei es zur Wärmepumpe, zur Wallbox oder in einen Batteriespeicher. Die Kommunikation zwischen den Geräten erfolgt über Standards wie EEBus.
  • Direktsteuerung durch den Netzbetreiber: Auch ohne ein HEMS ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben möglich. In diesem Fall kann der Netzbetreiber über ein Signal die Leistung Ihrer Geräte bei Bedarf reduzieren, um die Stabilität des Netzes zu gewährleisten.

Diese vielfältigen und intelligenten Ansätze zeigen: Die persönliche Energiewende ist für nahezu jeden Eigenheimbesitzer realisierbar und eine wertvolle Investition in mehr Unabhängigkeit, Komfort und Nachhaltigkeit.

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Die Solarfassade im Detail: Ästhetik trifft auf Kraftwerk

Eine Solarfassade ist weit mehr als nur aufgesetzte Module an einer Wand. Hier wird die Solartechnik zu einem architektonischen Gestaltungselement, das herkömmliche Fassadenmaterialien ersetzt. Die Module sind in verschiedenen Farben und Oberflächen erhältlich und ermöglichen eine optisch ansprechende Integration, die den Charakter Ihrer Immobilie modernisiert und aufwertet. 

Besonders bei großen, unverschatteten Wandflächen, wie sie bei vielen Häusern zu finden sind, wird die Fassade zu einem leistungsstarken Kraftwerk. Sie nutzt auch die tief stehende Morgen- und Abendsonne optimal aus und stellt somit eine ideale Lösung im Rahmen einer energetischen Sanierung oder eines Neubaus dar. 

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Das Balkonkraftwerk im Detail: Der einfache Einstieg in die Energiewende

Für alle, die eine unkomplizierte und kostengünstige Lösung suchen, ist das Balkonkraftwerk die perfekte Wahl. Es besteht aus ein oder zwei kompakten Solarmodulen, die einfach am Balkongeländer, an der Hauswand oder im Garten aufgestellt werden. 

Der erzeugte Strom wird über eine spezielle Steckdose direkt in Ihr Hausnetz eingespeist und deckt dort die Grundlast – also den Dauerverbrauch von Geräten wie dem Kühlschrank oder WLAN-Router. Dies senkt Ihre Stromrechnung sofort spürbar. Dank vereinfachter Anmeldeverfahren ist die Inbetriebnahme denkbar einfach und ermöglicht es nahezu jedem, ohne großen Aufwand einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten und von den Vorteilen des eigenen Solarstroms zu profitieren.

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Solar vom Carport- oder Garagendach

Haben Sie schon einmal an das Dach Ihres Carports oder Ihrer Garage gedacht? Diese oft ungenutzten Flächen sind ideal für die Gewinnung von Solarenergie und stellen eine besonders smarte Lösung dar, wenn das Hausdach selbst nicht infrage kommt. Gerade für Besitzer von Elektrofahrzeugen oder für diejenigen, die eine Anschaffung planen, wird die Garage oder der Carport so vom reinen Parkplatz zur privaten Energiezentrale. Die Vorteile sind überzeugend und machen diese Modernisierung zu einem logischen nächsten Schritt.

  • Direktes Strom tanken: Sie produzieren den Strom genau dort, wo Sie ihn für Ihr Elektroauto benötigen, und fahren mit 100 % sauberer Energie vom eigenen Dach.
  • Effizient die Fläche nutzen: Eine ohnehin vorhandene Fläche wird in ein kleines Kraftwerk verwandelt, das Ihre Stromrechnung aktiv senkt und zur Versorgung des Haushalts beiträgt.
  • Wer und Komfort steigern: Ein Solar-Carport ist ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsorientierte Immobilie, steigert deren Wert und bietet zusätzlichen Komfort durch die überdachte Lademöglichkeit.

Pflege und Wartung: So bleibt Ihre Anlage dauerhaft leistungsstark

Eine Sorge vieler zukünftiger Anlagenbetreiber ist der Aufwand für Wartung und Pflege. Hier können wir Sie beruhigen: Moderne Solarmodule sind extrem robust, langlebig und wartungsarm. In den meisten Regionen Deutschlands reicht der Regen aus, um die Solarmodule von Staub und Pollen zu befreien. Nur bei hartnäckigen Verschmutzungen, wie Vogelkot, oder an Standorten mit sehr geringem Neigungswinkel kann eine gelegentliche Reinigung der Photovoltaikanlage  mit weichen Bürsten und klarem Wasser sinnvoll sein. 

Eine regelmäßige technische Inspektion durch einen Fachbetrieb ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, sichert aber langfristig den optimalen Ertrag und die Sicherheit Ihrer Anlage. Zudem können Sie die Leistung Ihrer Anlage meist bequem per App überwachen und haben so stets die Gewissheit, dass alles einwandfrei funktioniert.

Blick in die Zukunft – Systeme erweitern und neue Technologien nutzen

Das Schöne ist die Flexibilität: Sie können heute mit einer kleineren Lösung beginnen und diese später problemlos erweitern, zum Beispiel mit einem Batteriespeicher für noch mehr Unabhängigkeit. Zudem bereiten Sie sich optimal auf zukünftige Entwicklungen wie dynamische Stromtarife vor. 

Damit können Sie gezielt günstigen Netzstrom beziehen und Ihren teuren Eigenstrom dann nutzen, wenn er am wertvollsten ist. Ein weiterer spannender Ausblick ist die Technologie Vehicle-to-Grid (V2G), bei der Ihr E-Auto in Zukunft zum mobilen Stromspeicher für Ihr Zuhause wird.

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FAQ Alternativen zur Solaranlage auf dem Dach

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk wirklich, um Stromkosten zu sparen?

Ja, auf jeden Fall. Ein Balkonkraftwerk ist darauf ausgelegt, die sogenannte Grundlast Ihres Haushalts zu decken. Das ist der Strom, den Geräte wie der Kühlschrank, der WLAN-Router oder Stand-by-Geräte rund um die Uhr verbrauchen. Indem Sie diesen Dauerverbrauch mit Ihrem eigenen, kostenlosen Solarstrom abdecken, reduzieren Sie die Strommenge, die Sie vom Energieversorger kaufen müssen. Das macht sich vom ersten Tag an auf Ihrer Stromrechnung positiv bemerkbar.

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Kann ich auch alternative Solaranlagen mit einem Batteriespeicher kombinieren?

Ja, absolut. Jede Art von Solaranlage, unabhängig davon, wo sie installiert ist, lässt sich hervorragend mit einem Batteriespeicher ergänzen. Der Speicher lädt sich mit dem überschüssigen Solarstrom auf, den Sie tagsüber nicht direkt verbrauchen. Diesen gespeicherten Strom können Sie dann abends, nachts oder an sonnenarmen Tagen nutzen. So maximieren Sie Ihren Eigenverbrauch, steigern Ihre Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz erheblich und machen das Beste aus Ihrer Investition.

Wie langlebig und wartungsintensiv sind Solarlösungen ohne Dach?

Moderne Solarmodule, egal ob an der Fassade, am Zaun oder auf dem Carport, sind extrem robust und auf eine lange Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren und mehr ausgelegt. Die Hersteller geben darauf weitreichende Leistungsgarantien. Zudem sind die Anlagen sehr wartungsarm. In der Regel sorgt der Regen für eine ausreichende Reinigung. Nur bei starken Verschmutzungen kann eine gelegentliche Säuberung mit weichen Bürsten sinnvoll sein, um den vollen Ertrag sicherzustellen.

Was passiert mit dem Strom, den ich nicht sofort verbrauche?

Das hängt von der Art und Größe Ihrer Anlage ab. Bei größeren Anlagen, wie einer Solarfassade, wird der überschüssige Strom in das öffentliche Netz eingespeist und Ihnen über die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung vergütet. Bei kleinen Balkonkraftwerken steht die direkte Eigennutzung im Vordergrund, eine Einspeisung ist hier meist nicht vorgesehen. So oder so gilt: Jede selbst erzeugte und verbrauchte Kilowattstunde ist ein direkter Gewinn, da Sie diese nicht teuer einkaufen müssen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen. Haben Sie noch weitere Fragen? # Chat neu starten