Sanierung im Altbau

Darauf kommt es bei der Elektro-Installation an

Sanierung im Altbau: Wichtige Normen, Richtlinien und Förderungen

Sanierung im Altbau

Irgendwann erwischt es jedes Gebäude: Kommt es in die Jahre, ist eine Sanierung fällig. Kritisch wird besonders die Elektroinstallation. Bei vielen alten Stromleitungen besteht Handlungsbedarf; entweder, weil sie nicht länger den aktuellen Normen und Gesetzen entsprechen oder den gesteigerten Anforderungen nicht mehr genügen. Schließlich ziehen immer mehr Geräte im Haushalt immer mehr Strom, die Elektroinstallation droht zu überlasten. Bei der Sanierung eines Altbaus sollten Hausherren deshalb auch immer die Elektrik im Blick haben.

Gefahrenquellen in alten Gemäuern

Früher wurden elektrische Leitungen weniger systematisch verlegt als heute. Hinzu kommt, dass überholte technische Standards und der Zustand der alten Materialien oft Sicherheitsrisiken darstellen. Das macht eine elektrische Sanierung im Altbau erforderlich, um Gefahren für Leib und Leben zu vermeiden: Denn alte Leitungen können zu Kabelbränden, lebensgefährlichen Stromschlägen oder Kurzschlüssen führen.

Maßgebend: DIN-Normen und eine Ausstattungsrichtlinie

Bei der Sanierung eines Altbaus sind heutzutage in erster Linie die DIN-Normen DIN VDE 0100-520:2013-06 sowie DIN VDE 0298-4:2013-06 von Belang. Erstere regelt die Errichtung von Kabel- und Leitungsanlagen, letztere ist für die Verwendung von Kabeln und isolierten Leitungen für Starkstromanlagen maßgebend. Die Umsetzung beider Vorschriften verringert Unfallrisiken, die alte Elektroinstallationen in sich bergen. So schreiben die neuen Normen vor, dass Stromleitungen senk- und waagerecht in bestimmten Abständen zu Decken, Tür- und Fensterausschnitten sowie Fußböden verlegt werden müssen. Das soll die Gefahr vermindern, beim Bohren in der Wand versehentlich ein Stromkael zu treffen.

Die offizielle Ausstattungsrichtline RAL-RG 678 regelt, wie viele Steckdosen heute in welchen Räumen notwendig sind – bei Küchen und Wohn- und Schlafräumen über 20 Quadratmeter in der Regel fünf Steckdosen. Außerdem verlangt die Norm für E-Herd, Kochfeld und Dampfgarer jeweils einen Festanschluss mit eigenem Stromkreis.

Bei der Sanierung eines Altbaus ebenfalls wichtig: Steckdosen müssen seit dem Jahr 2009 mit einem FI-Schalter (auch: RCD oder Fehlerstromschutzschalter) gesichert sein. Sie unterbrechen bei einem Fehler sofort die Stromzufuhr und können so Leben retten.

Fördermittel für die Sanierung nutzen

Für die Sanierung eines Altbaus kann eine Förderung beantragt werden. Hier bietet sich das Förderprogramm „energieeffizient sanieren“ der KfW-Bank an. Damit wird für die Sanierung eines Altbaus eine Förderung bewilligt, die gewisse Toleranzen in Bezug auf die Energieeffizienz nach der Sanierung zulässt. Der Energieeffizienz-Idealwert eines KfW-Effizienzhauses 115 etwa kann um 15 Prozent überschritten werden. So wird die Sanierung eines Altbaus gefördert, der durch seine besondere Bauweise keinen optimaleren Wert zulässt.

Wer mit einer Förderung seinen Altbau sanieren möchte, ist mit einer gleichzeitigen Erneuerung der alten Elektroinstallation gut beraten. Eine Rollladen-Sanierung am Altbau wird ebenfalls von der KfW gefördert, wenn sie im Rahmen einer Fassaden-Dämmung erfolgt.

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