Stromleitung finden

Damit beim Bohren nichts schief geht

Sicher Bohren: Stromleitungen in der Wand aufspüren

Wer ein Loch in die Wand bohrt, muss nicht nur über seine Bohrmaschinen genau Bescheid wissen. Ein Handwerker sollte auch die Tücken kennen, die unter dem Putz lauern: Stromleitungen. Wer weiß, wo sie entlanglaufen, erspart sich Ärger. Ist eine Leitung einmal angebohrt, ist der Reparaturaufwand groß. Wie Sie vor dem Bohren eine Stromleitung finden und lokalisieren, erfahren Sie hier.

Wenn der Bohrer auf eine Stromleitung trifft, springt im Regelfall die Sicherung heraus. Zwar ist ein solches Malheur heute wegen entsprechender Sicherungsmechanismen nicht mehr lebensgefährlich, ärgerlich ist es trotzdem – und manches Mal auch recht teuer. Die Reparatur einer Stromleitung sollten Sie in jeden Fall dem Fachmann überlassen.

Bauplan dokumentiert Verlauf der Stromleitung

Wer den Bohrer ansetzen will, sollte also vorher sicherstellen, dass an der Bohrstelle keine Stromleitung verläuft. Klar im Vorteil ist, wer sein Haus selbst gebaut oder modernisiert hat. Dann weiß man im Regelfall, wo die Stromleitung entlangläuft. Sind die Leitungswege in Vergessenheit geraten, hilft ein Blick in den Bauplan und den darin enthaltenen Leistungsplan für die Elektroninstallation.

Allerdings ist nicht jeder Hobbyheimwerker auch Bauherr seines Hauses gewesen und nicht jeder Bauplan einsehbar geschweige denn auf dem neuesten Stand. Handelt es sich um einen Neubau, können sich Heimwerker jedoch in der Regel auf die sogenannten Installationszonen verlassen. Dahinter verbirgt sich eine DIN-Norm, anhand derer sich eine Stromleitung finden lässt. Denn die Installationszonen schreiben vor, wo man eine Stromleitung verlegen muss:

•    15 bis 30 Zentimeter waagerecht unterhalb der Decke und oberhalb des Bodens
•    senkrecht mit einem Abstand von zehn bis 30 Zentimetern zu Türen, Fenstern und Raumecken
•    von der Steckdose oder dem Lichtschalter senkrecht nach oben und unten weg

Wenn ein Fachmann bei der Installationen am Werk war, hat er die Installationszonen sicherlich berücksichtigt. Da es sich jedoch um Vorschriften für Neubauten handelt, kann man sich bei älteren Gebäuden nicht auf die Installationszonen verlassen. Die Normen für Küche und Bad sind noch komplizierter. Laien können hier schnell durcheinandergeraten.

Stromleitungen mit einem Detektor ermitteln

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, legt sich ein spezielles Leistungssuchgerät zu. Während man sich bei Bauplänen und Installationszonen nie hundertprozentig sicher sein kann, lässt sich eine Stromleitung mit diesem Detektor zweifelsfrei lokalisieren. Das Gerät führt man über die Wand, es reagiert auf Metall in den Stromleitungen (und den Wasserleitungen) und gibt dann ein Signal. Um ein Leistungssuchgerät zu finden, das zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Wohngebäude passt, lassen Sie sich am besten in Ihrem Elektro-Fachbetrieb beraten.

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