So wird Licht gemessen

Fachbegriffe rund um Beleuchtung einfach erklärt

Lux, Lumen und Candela: Wo ist der Unterschied?

Die Einheiten Lux, Lumen und Candela –bei der Lichtplanung, beim Kauf von Leuchtmitteln sowie bei der Installation von Leuchten tauchen diese Begriffe immer mal wieder auf. Doch wofür genau stehen sie eigentlich? Hier die Antworten.

Lux und Co in Relation zueinander

In der Lichtmessung bezeichnet Lumen das Licht, das von einer Lichtquelle abstrahlt. Lux steht für das Licht, das von einem Gegenstand reflektiert wird. Candela hingegen definiert die eigentliche Lichtstärke, also die Intensität des Lichts.

  • Eine Lichtquelle strahlt in Lumen gemessenes Licht diffus als Lichtstrom ab, der auf einen Gegenstand trifft.
  • Das von einem Gegenstand reflektierte Licht wird in Lux gemessen. Lux definiert die Beleuchtungsstärke des Gegenstands.
  • Lichtstärke beziehungsweise der Strom des Lichts wird in Candela gemessen. Der Wert ist bei Lichtquellen, die in alle Richtung die gleiche Lichtstärke abgeben, einheitlich. Bei Lichtquellen, die ihr Licht verschieden stark abstrahlen, gibt es unterschiedliche Candela-Werte.

Einheit für die Beleuchtungsstärke: Lux

Mit Lux, der Einheit für die Beleuchtungsstärke, wird angegeben, wie hell die Fläche ist, auf die Licht fällt – so gibt die Einheit Lux die Helligkeit eines Gegenstands wieder. Gemessen wird dieser Wert in der Beleuchtungspraxis mit einem Luxmeter. Die Beleuchtungsstärke spielt bei den Bestimmungen für die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz im Büro eine wichtige Rolle: Ideal sind 500 Lux – für ältere und am Auge beeinträchtigte Mitarbeiter sollte die Lichtstärke höher sein und 750 bis 1.500 Lux betragen.

Einheit für den Lichtstrom: Lumen

Lumen ist die Einheit, die die Stärke der sichtbaren Strahlung angibt, die von einer Lichtquelle ausgeht. Sie wird umgangssprachlich Lichtleistung genannt, fachlich Lichtstrom. Die Einheit besitzt das Kürzel lm und ist an der Lichtquelle konstant. Sie nimmt ab, je weiter man sich von ihr entfernt.

Die frühere Angabe von Leistung in Watt diente auch der Sicherheit: Sie sollte sicherstellen, dass der Betrieb des Leuchtmittels in der vorgesehenen Lampenfassung zulässig ist. Als nur Glühlampen verwendet wurden, diente die Watt-Angabe aber auch als Indikator für die Helligkeit der Glühlampen dienen: je höher die Watt-Zahl, desto heller leuchtet die Lampe. Seit dem Siegeszug der LED-Leuchtmittel ist die Lumen-Angabe in der Praxis maßgebend – besonders dann, wenn LED-Leuchtmittel alte Glühlampen ersetzen sollen. Besitzt eine Glühlampe mit 60 Watt einen Lichtstrom von 710 Lumen, kann man sie durch ein 6-Watt-LED-Leuchtmittel ersetzen, das einen Lichtstrom von 806 lm besitzt. Die Helligkeit ist bei beiden Leuchtmitteln ungefähr gleich.

Einheit für die Lichtstärke: Candela

Candela, abgekürzt cd, bezeichnet die Lichtstärke, die in eine bestimmte Richtung weist. Lichtquellen in Form von Leuchten können ihr Licht je nach Bauform einheitlich oder unterschiedlich stark abstrahlen. So kann eine 5-Watt-Fahrradlampe ohne Reflektor eine Lichtstärke von 2,5 cd haben, dieselbe Fahrradlampe mit Reflektor aber 250 cd. In der Praxis geben die Hersteller von Leuchtmitteln eher selten Candela-Werte an, da diese sich nur auf bestimmte Richtungen des Lichtstroms beziehen – und nicht auf die Gesamtleistung: Diese könnte man nur in Candela angeben, wenn das Leuchtmittel seinen Lichtstrom gleichmäßig in alle Richtungen ausstrahlt.

Umrechnung von Lumen in Watt

Praxistipp: Bei LED-Leuchtmitteln ist wie bereits erwähnt nicht mehr die Watt-Zahl ausschlaggebend für die Helligkeit, sondern die Einheit Lumen. Wie kann man feststellen, welche LED man kaufen muss, um beispielsweise eine alte Glühbirne mit 40 Watt zu ersetzen? Ganz einfach: Als groben Richtwert nimmt man die Watt-Zahl mal zehn. Die neue LED sollte also etwa 400 lm leisten.

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